Eine Essayreihe über das gute Leben

Tisch und Welt

Erweiterte Gastrosophie: wo Tisch, Geist und Welt aufeinandertreffen

Markus Mosimann betreibt seit 2011 Crêperien im Raum Zürich und schreibt über den Tisch als Ort, an dem Gemeinschaft, Genuss und ein ehrliches Leben zusammenkommen. Von dort aus fragt er, wie ein Alltag aussehen könnte, der den ganzen Menschen meint.

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  1. Aus zweiter Hand

    Vom Urteil, das andere für uns vorgekaut haben

    In einem Dokumentarfilm über Tonga, das Königreich im Südpazifik, sagt ein Arzt in die Kamera: «Wenn die Leute hier die gesunden Lebensmittel von unseren Inseln essen, Süsskartoffeln oder Taro, gelten sie als arm. Wenn sie Brot essen und importiertes Fleisch aus der Dose, gelten sie als reich.»

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  2. Wo ist die Toilette

    Wie aus Offenheit eine Schwelle wird

    Im Untergeschoss eines Restaurants, das zu einer grösseren Zürcher Gastronomiegruppe gehört, stand ich zwischen zwei Türen, die sich gegenüberlagen. Auf beiden dieselbe Tafel.

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  3. Stimmt so

    Zwei Worte, die das Terminal nicht kennt

    Das Trinkgeld war in der Schweiz nie eine Pflicht, jedenfalls nicht mehr seit den Siebzigerjahren, als der Service in die Preise kam. Übrig blieb das Aufrunden.

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